Fragen rund um Implantate:
Fragen rund um ?sthetische F?llungen
Prophylaxe
Parodontologie (Parodontose)
Schnarchen
CMD = Craniomandibul?re Dysfunktion
Narkose
Kinderbehandlung
Wurzelbehandlung (Endodontologie)
Bleichen
Abrechnung/Privatversicherung
Fragen rund um Implantate:
Frage: Wann kann nach einer Extraktion implantiert werden?
Der normale Zeitraum betr?gt 8-12 Wochen. Wenn die Situation gut ist, besteht auch die M?glichkeit, Implantate sofort in die offene Extraktionswunde einzusetzen oder eine verz?gerte Sofortimplantation nach 4-6 Wochen durchzuf?hren.
^ nach oben
Frage: Kann es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen?
Bei bestimmten Medikamenten besteht diese M?glichkeit. Cortison zum Beispiel kann die Stoffwechsel und Immunsituation des K?rpers ver?ndern, so dass die Heilung beeintr?chtig sein kann. Blutgerinnungshemmende Medikamente k?nnen bei der Implantation zu starken Blutungen f?hren. Wenn Sie regelm??ig Medikamente einnehmen m?ssen, sollten Sie dies deshalb ebenfalls mit Ihrem Zahnarzt besprechen.
^ nach oben
Frage: Muss ich eine implantatgest?tzte Prothese nachts herausnehmen?
Eine herkömmliche Prothese sollte nachts herausgenommen werden, weil sie sich im Schlaf lösen kann und möglicherweise den Rachen bzw. die Atemwege blockiert. Eine implantatgestützte Prothese sitzt normalerweise so fest, dass sie nachts gefahrlos getragen werden kann. Wir beraten Sie in diesem Punkt ganz individuell. Sprechen Sie uns einfach darauf an.
^ nach oben
Frage: Gibt es bei Zahnimplantaten Qualit?tsunterschiede?
Wie bei nahezu jedem Produkt gibt es bei Implantaten sehr hochwertige, aber auch minderwertige Ausf?hrungen. Unterschiede bestehen zum Beispiel in der Gestaltung der Zahnimplantate, insbesondere ihre Oberfl?che. Dadurch k?nnen die grunds?tzlich gewebefreundlichen Materialeigenschaften von Titan optimiert, aber auch reduziert werden.
^ nach oben
Frage: Werde ich nach dem Eingriff Schmerzen haben?
Das Zahnfleisch ist in den ersten Tagen wahrscheinlich noch empfindlich, blutet aber nicht mehr. Eventuell kann die Wange vor?bergehend anschwellen und sich unangenehm anf?hlen. Sollte ein gr??erer Knochenaufbau notwendig sein, kann es zu Schwellungen f?hren, dessen Maximum am 3. Tag erreicht ist und dann zur?ck geht.
Die meisten Patienten ben?tigen aber am n?chsten Tag nicht einmal eine Schmerztablette und k?nnen wieder ganz normal ihren Alltag aufnehmen.
^ nach oben
Frage: Was genau ist unter ?Sofortbelastung? zu verstehen und kommt sie auch f?r mich in Frage?
Der übliche Weg zu implantatgetragenen Zähnen sieht nach dem Einsetzen des Implantates eine unbelastete Einheilungsphase vor. Bei dieser Vorgehensweise wird die Lücke vorübergehend mit einem klassischen Provisorium geschlossen, das zum Beispiel an den Nachbarzähnen befestigt wird. Bei der so genannten Sofortbelastung kommen neue Implantatsysteme und -methoden zum Einsetzen , die es unter bestimmten Vorraussetzungen erlauben, den Implantaten zu befestigen und zu belasten. Patienten bekommen ihre Implantate und haben noch am selben Tag festsitzende, natürlich aussehende Zähne. Ob eine Sofortbelastung auch für Sie in Frage kommt, hängt zum Beispiel vom Zustand des Kieferknochens und von der Position der Implantate ab. Diese Möglichkeit wird immer in der Planung von uns als Alternative berücksichtigt. Bei Fragen dazu dürfen Sie uns gerne ansprechen.
^ nach oben
Frage: Wie pflege ich meine implantatgetragene Z?hne?
Implantatgetragene Zähne sehen nicht nur aus wie natürliche Zähne. Sie können sie genauso unkompliziert mit einer Zahnbürste putzen. Besonders wichtig sind bei Implantaten jedoch die Übergänge zum Zahnfleisch und- bei implantatgestützten Prothesen –die Halteelemente am Kiefer. Hier siedeln sich schnell Keime an., die das Zahnfleisch und im Laufe der Zeit auch den Kieferknochen um das Implantat angreifen können Mit Zahnseide oder kleinen Interdentalbürsten lässt sich das jedoch verhindern. Unser Prophylaxeteam zeigt Ihnen die richtige Handhabung der Utensilien und kümmert sich in regelmäßigen Abständen- etwa alle drei bis sechs Monaten- um die professionelle Zahnreinigung. Dabei werden auch hartnäckige Beläge restlos entfernt und Ihre Zähne strahlen wieder in alter Frische. Nehmen Sie deshalb die Prophylaxetermine regelmäßig wahr. Es lohnt sich.
^ nach oben
Frage: Muss ich sonst noch etwas beachten?
Kurz gesagt: nein. Betrachten Sie Ihre Implantate als selbstverst?ndlichen Teil Ihres K?rpers. Sie k?nnen reden, essen, lachen, leben, als wenn nie etwas gewesen w?re.
^ nach oben
Frage: Besteht die M?glichkeit einer Allergie gegen Implantate und Dentalmaterialien?
Zahnimplantate gibt es über 40 Jahren. In dieser langen Zeit sind noch keine Allergien gegen Titanimplantate bekannt worden. Titan hat keine allergenen Bestandteile und verhält sich der Körper völlig neutral. Alle Hüftimplantate oder Herzschrittmacher werden in Titan in den Körper eingebracht. Unter den Materialien für Kronen oder Brücken zeichnet sich Keramik durch beste Verträglichkeit aus. Implantate aus Keramik werden seit 8 Jahren verwendet, dort sind ebenfalls bisher keine allergischen Reaktionen bekannt geworden.
Die Aufbauten der Implantate bestehen ebenfalls aus Titan oder Keramik, die Kronen aus Keramik und Metall oder aus Vollkeramik.
Sollten Sie dazu Fragen haben, dürfen Sie uns gerne ansprechen.
^ nach oben
Frage: Wird die Implantation wirklich ambulant durchgef?hrt?
Ja. Der Zahnarzt geht dabei so schonend und sicher vor, dass auch mehrere Implantate in der Regel problemlos ambulant und in einer einzigen Sitzung gesetzt werden können.
Auf Wunsch kann der Eingriff in der Praxis auch unter Narkose durchgeführt werden
^ nach oben
Frage: Wann kann ich wieder Arbeiten?
Grunds?tzlich k?nnen Sie nach dem Eingriff f?r kurze Zeit krank geschrieben werden. In der Regel k?nnen Sie aber bereits am n?chsten Tag ihren Alltag aufnehmen und wenige Tage sp?ter arbeiten gehen (h?ngt stark vom Unfang des Eingriffs ab)
^ nach oben
Frage: Ist f?r die Implantation wirklich keine Vollnarkose erforderlich?
Nein. Mit einer Örtlichen Betäubung kann die Schmerzempfindung vollständig ausgeschaltet werden. Wenn das Implantatbett im Knochen aufbereitet und das Zahnimplantat eingesetzt wird, werden Sie eine Vibration und ein leichtes Druckluftgefühl verspüren, aber keine Schmerzen. Die meisten Patienten empfinden den Eingriff ähnlich wie eine Kariesbehandlung, die ja ebenfalls unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Wenn sie die Behandlung trotzdem lieber, "verschlafen" möchten, lassen Sie sich von uns zu einer Vollnarkose beraten.
^ nach oben
Frage: Kann ich auch als Diabetiker ein Zahnimplantat bekommen?
Ja. Sie sollten aber medikament?s optimal eingestellt sein.
Ein schlecht eingestellter oder unbehandelter Diabetes kann stoffwechselbedingt
die Heilungsprozesse beeintr?chtigen. Im Zweifelsfall wird deshalb mit ihrem Hausarzt R?cksprache gehalten.
^ nach oben
Frage: Gibt es Erkrankungen, die eine Implantation ausschlie?en?
Eigentlich nicht. Wenn sie unter einer schweren Allgemeinerkrankung wie zum Beispiel eine Herzkreislauf-Erkrankung leiden, eine schwere Nierenschädigung, eine erhöhte Blutungsneigung oder ein geschwächtes Immunsystem haben, sollten Sie uns jedoch unbedingt darüber informieren. Manchmal können allerdings auch Nebenwirkungen von Medikamenten Einfluss auf den Heilungsprozess haben, deswegen geben Sie bitte beim Erstgespräch alles an. Wir beraten Sie über die Möglichkeiten, so dass Sie gemeinsam eine individuelle Entscheidung bezogen auf ihr konkretes Gesundheitsprofil treffen können.
^ nach oben
Frage: Kann implantatgetragener Zahnersatz erneut oder, wenn weitere Z?hne verloren gehen, erweitert werden?
Ja. Der Zahnersatz kann jeder Zeit erneut oder ver?ndert
werden. Ein Friadent-Einzelzahnimplantat kann auch nach vielen Jahren
problemlos in einen Pfeiler f?r eine Br?cke oder Prothesen umgewandelt werden.
^ nach oben
Frage: Kann ich mit meinem implantatgetragenen Z?hne ganz normal abbei?en und essen?
Mit ihren implantatgetragenen Z?hnen k?nnen sie essen,
abbei?en, reden und lachen wie fr?her mit ihren "zweiten Z?hnen?. Ihre Z?hne
ruhen so fest auf ihren Imlantaten, dass Sie sich ganz sicher f?hlen k?nnen.
^ nach oben
Frage: Piepst der Detektor aufgrund meiner Zahnimplantate, zum Beispiel bei der Kontrolle am Flughafen?
Nein, keine Angst. Zahnimplantate sind nicht magnetisch und
dar?ber hinaus viel zu klein, um eine Reaktion der Detektoren auszul?sen. Und
sollte der Piepser trotzdem einmal auf ihre Zahnimplantate reagieren, haben Sie
die Situation schnell und dezent kl?ren k?nnen.
^ nach oben
Frage: F?hlen sich implantatgetragene Z?hne an wie meine eigenen oder habe ich ein Fremdk?rpergef?hl?
Implantatgetragene Z?hne vermitteln ihnen beim Reden, Essen
und Lachen ein ganz nat?rliches Mundgef?hl. Sie sp?ren keine Unterschied.
^ nach oben
Frage: Wie lange halten Zahnimplantate?
Nach der Einheilungsphase ist ein fachgerecht eingebrachtes Qualitätsimplantat gegen manche Einflüsse widerstandsfähiger als die natürliche Zahnwurzel. Ein prothesisch optimal belastetes Titanimplantat bricht nicht. Und es kann keine Karies bekomme. Mit konsequenter Mundhygiene halten Sie auch das Zahnfleisch und das Implantatbett gesund. So können Implantate durchaus ihr Leben lang halten.
Wichtig ist aber eine gesunde Mundhöhle vor als auch nach dem Implantieren als Voraussetzung für die lange Haltbarkeit.
^ nach oben
Frage: Beeinflussen Zahnimplantate meinen Herzschrittmacher?
Nein. Zahnimplantate haben keine elektromagnetische Wirkung. Sie stellen deshalb keine Gefahr für die Funktion ihres Herzschrittmachers dar.
^ nach oben
Frage: Aus welchem Material besteht Implantate?
Qualitätsimplantate bestehen aus medizinischem Reinitan. Das Material hat sich so gut bewährt, dass mittlerweile 99 Prozent aller Zahnimplantatsysteme aus Reintitan hergestellt werden. Es ist hochstabil und wird vom Körper bestens angenommen. Außerdem verwächst Titan fest mit dem Knochen. Diese positive Eigenschaften hat es nicht nur in der dentalen Implantologie, sondern auch in vielen anderen medizinischen Bereichen, wie zu Beispiel in der Gelenkprothetik, bereits seit Jahrzehnten unter Beweis gestellt. Auch die silbrig-graue Farbe des Titans ist kein Nachteil, da Implantate- wie natürliche Zahnwurzeln-vollständig im Kieferknochen sitzen und unsichtbar sind. Seit einigen Jahren gibt es auch weiße Zahnimplantatate aus Keramik. Die ersten Generationen aus Aluminiumoxidkeramik hatten keine ausreichende Materialfestigkeit, um mit Titan zu konkurrieren. Die heutigen Keramikimplantate bestehen aus hochstabilen Zikonoxidkeramiken und befinden sich seit ca. 8 Jahren erstmals im Einsatz. Deshalb sind noch keine Langzeitdaten verfügbar. Keramikimplantate werden in unsere Praxis, wenn gewünscht, verwendet und eingepflanzt. Titan ist im Moment als Implantatmaterial jedoch nach wie vor Goldstandard.
^ nach oben
Frage: Hat Rauchen einen Einflu? auf die Prognose von Implantaten?
Rauchen hat eine nicht immer positive Wirkung auf die Haltbarkeit und Prognose von Implantaten.Es zeigen sich bei Rauchern eine höhere Verlustrate und verstärkte Komplikationen nach einer Zahnimplantation sowie nach implantatbezogenen chirurgischen Begleitmassnahmen auf. Die Verlustrate von Implantaten, die z. B. in eine aufgebaute Kieferhöhle (Sinuslift) bei Rauchern eingebracht wurden, ist mehr als doppelt so hoch als bei Nichtrauchern. Aber bitte nicht missverstehen: Doppelte verlustrate bedeutet nicht, daß nur die Hälfte der Implantate einheilt, sondern daß bei einer normalen Verlustrate der Implantate nach dem Setzen von ca. 6-7 % dies beim Raucher auf 15 % ansteigt, aber immer noch 85 % der Implantate einheilen.
Die Auswirkungen des Rauchens auf das Ergebnis von Implantatbehandlungen zeigt gerade wieder eine aktuelle Studie, die einen Großteil der verfügbaren Daten ausgewertet hat.(Baig MR, Rajan M.,Indian J Dent Res. 2007 Oct-Dec;18(4):190-5.)
Allerdings kann in Kombination mit genetischer Neigung zu Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) ein 4-5- fach erhöhtes Verlustrisiko vorliegen, wobei die erbliche Neigung durch einen einmaligen Abstrichtest labortechnisch festgestellt werden kann. (Kosten ca. 130 Euro)
^ nach oben
Frage: Wie lange halten Implantate?
In der Medizin wird alles statistisch ausgewertet. So weiß man heute durch viele Studien, dass Implantate eine 10 Jahres Überlebensrate von ca. 94 % haben und eine 20 Jahre Überlebensrate von über 80 %. Das sind für medizinische Werte super Ergebnisse.
Eigentlich kann man sagen, dass ein Implantat genauso lange hält wie ein natürlicher Zahn. Es gibt Zähne die gehen früher verloren, aber es gibt auch Zähne die halten ein Leben lang. So ist das auch mit den Implantaten. Die Lebenserwartung können Sie enorm verbessern, wenn Sie Ihren Zähnen und Implantaten regelmässig Prophylaxesitzungen gönnen.
Implantatversorgungen sind also langfristige Lösungen! Außerdem entlasten Implantate die Zähne, die jetzt die Brücke tragen müssen und erhöhen damit die Lebenserwartung ihrer eigenen Zähne.
^ nach oben
Fragen rund um ?sthetische F?llungen
Frage: Sind Kunststofff?llungen ein Amalgamersatz?
Für sämtliche direkten Füllungen in unserer Praxis verwenden wir Komposit. Moderne, leistungsfähige Komposit-Materialien sind ein vollwertiger Amalgam-Ersatz. In Bezug auf Körperverträglichkeit (Biokompatibilität) und Ästhetik ist Komposit Amalgam weit überlegen. Amalgam hat aber gegenüber Komposit eine leicht erhöhte Lebensdauer und eine kariesprotektive Wirkung (Schutzfunktion vor Karies-Neubefall durch das Quecksilber). Eine gute Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide ist für den Langzeiterfolg von Kompositfüllungen unabdingbar.
^ nach oben
Frage: Wieso nennt man Kunststoffe auch plastische Keramiken?
Da bei den modernen Kunststoffen nur noch der kleinere Teil der Füllung aus Kunststoffmatrix (Acrylbasis) besteht und der größere Teil aus Glas- und Quarzteilchen (keramische Füllkörper), werden diese als plastische, also formbare, Keramiken bezeichnet. Die Füllkörper sind für die gute Stabilität der Füllung gegen Abnutzung und auch für die Farbbeständigkeit verantwortlich, da ja bekanntlich Keramik stabiler als Kunststoff ist. Diese keramischen Füllkörper werden im modernen Kunststoffen immer kleiner, so daß teilweise schon von Nano-Kunststoffen gesprochen werden kann, weil sich die Oberflächeneigenschaften verbessern.
^ nach oben
Frage: Wie wird eine Kunststofff?llung gelegt?
Die Behandlung erfolgt in folgenden Schritten.
-
Die Zähne werden mit einer grünen Gummihaut (Kofferdam) trockengelegt und gründlich gereinigt.
-
Nachdem die kariöse Substanz oder eine alte Füllung entfernt wurde, wird zunächst die Oberfläche des Defektes etwas aufgeraut.
-
Ein spezielles Haftmittel wird aufgetragen, welches eine feste Verbindung zwischen dem natürlichen Zahn und der Kunststoff-Füllung herstellt.
-
Das Komposit wird in der Mehrschichttechnik aufgetragen. Das heißt, es werden mehrere dünne Schichten des weichen Materials in den Zahn eingebracht und jede Einzelne wird mit einem speziellen Licht ausgehärtet.
-
Anschließend muss die Füllung poliert werden, um eine glatte Oberfläche zu schaffen.
^ nach oben
Frage: Warum nennt man die Kunststoffe Komposites?
Das Wort Komposit stammt aus dem Lateinischen. Dort bedeutet "Compositum" nämlich Zusammengesetztes und bezeichnet im Allgemeinen zusammengesetzte Materialien. In der Zahnheilkundespricht man deshalb von Komposites, weil die Füllungen aus verschiedenen Materialien (Kunststoffe, keramische Füllkörper) bestehen.
^ nach oben
Frage: Warum ist Kofferdam notwendig?
Kofferdam macht ihre Behandlung angenehmer und sicherer.
Hatten sie nicht auch schon einmal den Wunsch, ihre Zähne zur Zahnbehandlung einfach „abzugeben“. So fühlt es sich an, wenn bei Ihnen eine Behandlung unter Kofferdam durchgeführt wird. Hierbei wird eine hygienische, dünne Gummihaut über die Zähne gestülpt und mit einer Klammer oder Zahnseide am Zahn fixiert. Durch diese kurzfristige Barriere wird es möglich die Zähne vor dem Speichelzutritt zu schützen. Dies erhöht die Erfolgsrate der Behandlung, da Speichel immer Bakterien enthält und in Wurzelkanälen oder unter Füllungen zu unerwünschten Effekten führt.
Weiter nimmt das Risiko für Infektionen und Verletzungen währen des zahnärztlichen Eingriffs drastisch ab.
Während der Behandlungen werden Sie es sehr schätzen, dass durch die Gummihaut auch das Kühlwasser, welches bei der Behandlung benutzt wird, nicht in den Mundraum gelang und häufig geschluckt werden muss.
^ nach oben
Frage: Was ist Kofferdam?
In der Zahnmedizin dient ein Kofferdam (englisch Dental Dam), oft auch Kofferdamtuch oder Spanngummi genannt, zur Abschirmung des zu behandelnden Zahns vom restlichen Mundraum, insbesondere bei einer Wurzelkanalbehandlung, einer Kunststofffüllung, einer Keramik-Einlagefüllung oder einer Amalgam-Entfernung. Somit wird der Zufluss von Speichel verhindert. Der Kofferdam besteht meist aus elastischem Plastik oder Latex. Neben der Abschirmung des Mundraums für die einfachere speichelfreie Behandlung des eröffneten Zahnes wird auch verhindert, dass Fremdkörper wie Amalgamreste, Kronenreste, Krankheitserreger oder Flüssigkeiten verschluckt oder aspiriert werden können.
Diverse Fachpublikationen kritisieren seit geraumer Zeit, dass Kofferdam nur von vergleichsweise wenigen deutschen Zahnmedizinern verwendet wird. Bei uns gehört Kofferdam seit 15 Jahren in den meistens Behandlunsgbereichen zum unabdingbaresn Standard (Gold-inlays, Keramikinlays, Vollkeramik, Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlungen etc.)
Das Argument, auch ohne Kofferdam mit der „relativen Trockenlegung“ speichelfrei/trocken zu arbeiten, ist kritisch zu beurteilen insofern, als dass der Kofferdam auch das Kondenswasser der Atemluft zurückhält. Bei einer gewissenhaft ausgeführten Kunststofffüllung ist der Kofferdameinsatz obligatorisch.
^ nach oben
Frage: Was sind die Vorteile von Kunststofff?llungen?
Kunststofffüllungen zeichnen sich aus durch
- eine besonders schöne Ästhetik bis zur Unsichtbarkeit der Füllung am Zahn
- Substanzschonung des Zahnes
- Haftung auch an glatten Zahnflächen
- fehlende Notwendigkeit von makroskopischen Retentionen wie bei Amalgam
- gute Langzeitstabilität und Farbkontinuität
- sofortige Belastbarkeit nach der Füllungslegung
Nachteile:
- Zeitaufwand
Der Zeitaufwand für die Füllung ist wesentlich grösser als bei einer Amalgamfüllung
^ nach oben
Prophylaxe
Parodontologie (Parodontose)
Schnarchen
CMD = Craniomandibul?re Dysfunktion
Narkose
Kinderbehandlung
Wurzelbehandlung (Endodontologie)
Bleichen
Abrechnung/Privatversicherung
Frage:
|
Sparmaßnahmen der Versicherungen
Einige Krankenversicherungen zweifeln die Notwendigkeit zahnärztlicher Behandlungsmaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Einlagefüllungen (Inlays) und Implantaten, an. Die jahrzehntelange Erstattungspraxis aller Versicherer zeigt jedoch, dass auch von ihnen z. B. Inlay-Versorungen bisher selbstverständlich als notwendig angesehen wurden. In der Werbung argumentieren die privaten Versicherungen ja gerade damit, dass sie Kosten auch für besonders aufwendige Behandlungen übernehmen.
Was ist “notwendig”?
Nach § 1 Abs. 2 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) darf der Zahnarzt Vergütungen nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der zahnärztlichen Kunst für eine notwendige zahnärztliche Versorgung erforderlich sind. Auf Verlangen des Patienten können darüber hinaus auch nicht notwendige Wunschleistungen durchgeführt werden, die dann aber in der Liquidation als solche extra ausgewiesen werden müssen (§ 1 Abs. 2 und § 10 Abs. 3 GOZ).
Nach herrschender Rechtsmeinung ist eine Behandlungsmaßnahme „medizinisch notwendig“, wenn es nach den objektiven medizinischen Befunden und anerkannten ärztlichen Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Behandlung vertretbar war, sie als notwendig anzusehen (Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 29.11.1978, Az.: IV ZR 175/77 und vom 29.05.1991, Az: IV ZR 151/90). Die GOZ enthält ausschließlich wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmaßnahmen. Es ist daher unverständlich, weshalb bestimmte Kostenträger die Notwendigkeit normaler, in der GOZ enthaltener Maßnahmen wie Inlayversorgungen generell anzweifeln.
Nachweis der Notwendigkeit
Die medizinische Notwendigkeit einer Heilbehandlung an sich muss der Versicherte, also der Patient, dartun und im Streitfall auch beweisen. Bei Vorliegen einer Liquidation ohne Kennzeichnung von Wunschbehandlungen ist gemäß GOZ vom Zahnarzt bestätigt worden, dass es sich um notwendige Behandlungsmaßnahmen handelt. Zweifelt die Versicherung an diesem Nachweis, so genügt es, wenn der Versicherte darlegt, dass es nach den medizinischen Befunden und Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Behandlung vertretbar war, diese als medizinisch notwendig durchzuführen (BGH, Urteil vom 29.05.1991, Az:: IV ZR 151/90). Wenn der Versicherer nach § 5 Nr. 2 MB/KK 76 seine Leistungspflicht einschränken will, ist er darlegungs- und beweispflichtig, dass das Maß der medizinischen Notwendigkeit überschritten ist (BGH, Urteil vom 29.05.1991, Az.: IV ZR 151/90). Dies trifft bei Erstattungsverweigerung für bestimmte Leistungen zu, wenn z. B. bei einer Inlayversorgung lediglich die Kosten für Amalgamfüllungen übernommen werden. Der BGH hat entschieden, dass die Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit einem neutralen Sachverständigen obliegt (Urteil vom 29.11.1978, Az.: IV ZR 175/77). Solche neutralen Sachverständigen werden von den Zahnärztekammern oder von den Gerichten bestellt; ein von einer Versicherung engagierter Beratungszahnarzt kann hingegen nicht als neutral angesehen werden.
|
|
|
^ nach oben
|